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Hitzewellen im Alter – warum hohe Temperaturen unseren Körper stärker belasten


Hitzewellen treten in Deutschland inzwischen deutlich häufiger auf als noch vor einigen Jahrzehnten. Temperaturen von weit über 30 Grad sind längst keine Seltenheit mehr. Für viele Menschen sind heiße Sommertage zwar anstrengend, für ältere Menschen können sie jedoch zu einer ernsthaften gesundheitlichen Belastung werden.


Die Ursache liegt in den natürlichen Veränderungen unseres Körpers. Mit zunehmendem Alter fällt es ihm schwerer, sich an hohe Temperaturen anzupassen und überschüssige Wärme wieder abzugeben. Wer diese Zusammenhänge kennt, kann rechtzeitig vorbeugen und das Risiko hitzebedingter Beschwerden deutlich verringern.


Wie der Körper sich vor Hitze schützt


Damit unsere Körpertemperatur möglichst konstant bleibt, verfügt der Körper über verschiedene Mechanismen zur Wärmeabgabe. Wird es heiß, erweitern sich die Blutgefäße und wir beginnen zu schwitzen. Verdunstet der Schweiß auf der Haut, entsteht Kühlung – ein wichtiger Schutz vor einer Überhitzung.


Mit zunehmendem Alter arbeitet dieses körpereigene Kühlsystem jedoch weniger effizient. Viele ältere Menschen schwitzen weniger als in jüngeren Jahren. Gleichzeitig lässt das Durstgefühl häufig nach. Der Körper benötigt zwar ausreichend Flüssigkeit, signalisiert diesen Bedarf jedoch oft erst verspätet.


Warum das Risiko im Alter steigt


Neben den altersbedingten Veränderungen spielen häufig auch Vorerkrankungen eine Rolle. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Nierenerkrankungen können die Anpassungsfähigkeit des Körpers zusätzlich einschränken. Hinzu kommt, dass einige Medikamente die Reaktion auf hohe Temperaturen beeinflussen können.


Die Folgen zeigen sich oft zunächst unspezifisch. Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsprobleme oder Kopfschmerzen werden nicht immer sofort mit der Hitze in Verbindung gebracht. Bleibt der Flüssigkeitsmangel bestehen oder steigt die Körpertemperatur weiter an, können ernsthafte gesundheitliche Probleme entstehen.


Gerade deshalb ist es sinnvoll, an heißen Tagen besonders aufmerksam auf die Signale des eigenen Körpers zu achten.


Gut informiert durch den Sommer


Hohe Temperaturen lassen sich nicht vermeiden. Wir können jedoch einiges dafür tun, unseren Körper zu entlasten. Oft sind es einfache Maßnahmen, die bereits eine große Wirkung haben – beispielsweise ausreichend zu trinken, körperliche Anstrengungen in die kühleren Tagesstunden zu verlegen oder die Wohnung möglichst kühl zu halten.


In den nächsten Beiträgen dieser Serie beschäftigen wir uns Schritt für Schritt mit den wichtigsten Fragen rund um das Thema Hitze. So entsteht ein Überblick über die Maßnahmen, mit denen sich heiße Tage sicherer und angenehmer gestalten lassen.


Kurz zusammengefasst:


  • Mit zunehmendem Alter kann der Körper Wärme schlechter abgeben.

  • Das Durstgefühl nimmt häufig ab, obwohl der Flüssigkeitsbedarf steigt.

  • Chronische Erkrankungen und bestimmte Medikamente können die Auswirkungen von Hitze verstärken.

  • Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko hitzebedingter Beschwerden deutlich verringern.


Gerade für pflegende Angehörige ist das wichtig zu wissen: Auch kleine Bewegungsimpulse im Alltag können hier einen großen Unterschied machen.


Warum besonders der untere Rücken betroffen ist


Im nächsten Beitrag geht es um die Flüssigkeitszufuhr an heißen Tagen. Wir schauen uns an, warum Durst im Alter kein zuverlässiges Zeichen mehr ist und wie wir ausreichend trinken können, auch wenn wir keinen Durst verspüren.

 
 
 

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